‚Sorge um das Leben‘ oder ‚Sorge als Leben‘? Neo-vitalistische Denkfiguren als Alternativen zu einer funktionalistischen Beziehung

Stefan Schreiber

„[Es ist] nicht ‚das Leben‘ [...], das letztlich in Theorie und Praxis existiert. Vielmehr besteht es in einer Serie von Spannungen oder Oppositionen – vor allem in der Spannung oder Opposition zwischen Leben und Tod; in der Spannung zwischen dem Leben, und den individuellen Lebewesen; und in der Spannung zwischen der Sorge um oder der Unterstützung für das Leben, und der Macht oder Gewalt über das Leben – und genauer gesagt: über die Lebewesen.“ (Worms 2018, 325–326)

Im Rahmen dieses Essays möchte ich einige erste Gedanken zu Denkfiguren der Sorge äußern. Diese entstanden im Rahmen des Workshops “Sorge(n) des Lebens. Herausforderungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus Sicht der Ancient Studies”. Sie bilden lediglich einen Startpunkt meiner Auseinandersetzung im Rahmen der Thematic Area 1 „Umsorgtes Leben“ des Profilbereichs „40,000 Years of Human Challenges. Perception, Conceptualization, Coping in Premodern Societies“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Hierin möchte ich auf einige Differenzen zwischen funktionalistischen und (neo-)vitalistischen Denkfiguren der ‚Sorge‘ und die daran anknüpfenden Konsequenzen hinweisen. Dazu wähle ich bewusst das Instrument der (Denk-)Figur, da diese statt einer begrifflichen oder konzeptuellen Präzisierung und Engführung durch Flexibilität, Assoziativität und Offenheit gekennzeichnet ist. Figuren beschränken sich nicht auf disziplinäre und diskursive Zusammenhänge, sondern öffnen den Blick für Transformationen und Übersetzungen (Brandstetter – Peters 2002; Müller 2013; vgl. Schreiber 2018, 207–214).

‚Sorge‘ stellt eine ambivalente Figur dar, die meines Erachtens in den Archäologien zumeist auf eine Weise konzeptualisiert oder zumindest verstanden wird, die ich funktionalistisch nennen möchte. Sowohl in sozialarchäologischen Ansätzen (z. B. Southwell-Wright 2013; Powell u. a. 2017) oder auch bioarchäologischen Analysen (z. B. Tilley 2015; Tilley – Schrenk 2017; Sykes – Shaw 2022) wird Sorge oft als direktionales Verhalten oder Handeln einer sorgenden Person verstanden. Diese Person (oder auch Gruppe) A sorgt sich um B, wobei B zumeist eine andere, kranke, vulnerable oder verletzte Person ist, aber durch alle möglichen umsorgten Formen des Lebens repräsentiert sein kann. Lorna Tilley spitzt dieses funktionalistische, ja instrumentelle Verhältnis folgendermaßen zu:

„‘Care’ is operationally defined as the provision of assistance to an individual experiencing pathology who would otherwise have been unlikely to survive to achieved age-of-death. [...] Caregiving is an intentional, goal-directed response to a perceived health crisis, and often consists of complex, interrelated, continuously refined and negotiated behaviors carried out over time.“ (Tilley 2012, 39–40)

Diese funktionalistische Sichtweise ließe sich als ‚Sorge um das Leben‘ beschreiben. Wie Tilley selbst anführt, ist dies aber eine analytische Operationalisierung, die sich durch eine bewusste Engführung auszeichnet. M. E. bringt sie uns daher dem Verständnis von Sorge nicht näher, sondern entfernt uns davon. Sie dient vor allem der Entwicklung eines bioarchäologisch instrumentellen Verständnisses, das sich im sogenannten Index of Care niederschlägt (Tilley 2012; Tilley – Cameron 2014). Dieser Index stellt ein durchaus hilfreiches, aber nichtsdestotrotz enorm reduziertes bzw. reduktionistisches Analyseprotokoll dar, dessen technische Umsetzbarkeit auf Kosten eines tieferen Verständnisses von ‚Sorge‘ hervorgehoben wird.

Neben diesem reduktionistischen Zugang ist dem Verständnis solcher funktionalistischen Sorge-Beziehungen gemein, dass das Umsorgte immer passiver ist als der bzw. die Umsorgende, das Umsorgte wird quasi zum Objekt gemacht. Durch diese Perspektive ist es einerseits leicht, die Sorge um Verstorbene oder materielle Objekte zu thematisieren. Diese Sichtweise ist daher gerade in den Archäologien deshalb nicht fremd, da sich alle untersuchten Zusammenhänge auf den ersten Blick als passiv und tot verstehen lassen. Ein solches Verständnis reproduziert andererseits aber auch jenes zwischen dem souveränen, patriarchalen und autonomen Subjekt der Aufklärung, das zum Sinnbild der Moderne wurde:

„Dieses erscheint als eine irreduzible Instanz der Reflexion, des Handelns und des Ausdrucks, welche ihre Grundlage nicht in den kontingenten äußeren Bedingungen, sondern in sich selber findet. Das klassische Subjekt ist als Ich eine sich selber transparente, selbstbestimmte Instanz des Erkennens und des – moralischen, interessegeleiteten oder kreativen – Handelns. Das klassische Subjekt erhält seinen Kern in bestimmten mentalen, geistigen Qualitäten, die zugleich Ort seiner Rationalität sind.“ (Reckwitz 2012, 12)

Das autonome Subjekt sorgt sich dabei um abhängige, weniger souveräne Subjekte, oder in der klassischen Subjektlogik genau genommen um Objekte. Eine solche funktionalistische Sicht führt bei allen analytischen Vorteilen auch zu all jenen heutigen Diskussionen um die Ungerechtigkeiten von Care-Arbeit, Selbstbestimmung und Pflegeabhängigkeit etc. Es stellt sich aber die Frage, ob Sorgebeziehungen immer auf monodirektionalen Subjekt-Objekt-Beziehungen gründen.

Ich möchte stattdessen vorschlagen, Subjekt-Objekt-Strukturen als Ergebnisse und Effekte von sozialen Zuschreibungen und Gestaltungen zu verstehen, und nicht als Ursprung für diese. Damit sind Subjekte und Objekte den Zuschreibungen, Gestaltungen und Beziehungen nachgängig, d. h. sie bilden sich erst durch jene (vgl. Barad 2012; Seyfert 2019). Eine dieser Beziehungsweisen ist jene der ‚Sorge‘ oder sorgenden Beziehung. Ich möchte Sorgebeziehungen die Abhängigkeiten und Asymmetrien aber nicht absprechen. ‚Sorge‘ und ‚Sorgen‘ sind immer Figuren des Abhängigen. Diese sind aber trotz ihrer Asymmetrien wechselseitig aufeinander bezogen und nicht kategorial durch Autonomie und Nicht-Autonomie unterscheidbar. Vielmehr sind sowohl Umsorgte*r als auch Umsorgende*r durch ihre ‚NichtSouveränität‘ gekennzeichnet. wie Hannah Arendt (1994 [1968], 229) betont.

Daher möchte ich die Sichtweise auf Sorgebeziehungen nicht als Formen des Abhängigen, Einseitigen oder Monodirektionalen verstehen. Vielmehr verstehe ich Sorgebeziehungen als Weisen des Miteinanders des Lebens, die auf Zuwendung basieren. Zuwendung stellt dabei nicht ausschließlich Freundschaft oder Liebe dar, sondern beinhaltet jede Art von Orientierung, Ausrichtung, Affirmation, Affizierung, Hinwendung und Offenheit (vgl. z. B. Ahmed 2010; Haraway 2018). Damit ist Zuwendung also ein Modus, der ein Miteinander überhaupt erst ermöglicht. Ohne Sorge, ohne Zuwendung würde Leben lediglich ein Nebeneinander, eine Unverbundenheit bedeuten. Damit ist ‚Sorge‘ eine Konnektivitätsfigur (ähnlich zur Symbiose vgl. Folkers – Opitz 2020, 188).

Auch Zuwendung produziert Abhängigkeiten, jedoch nicht als Mangel, sondern als Verbindung, Verbundenheit, als ‚_Mit_‘ (s. Lorey 2017), oder vielleicht besser als ‚Anhängigkeiten‘. Denn ein Sorgen kann sich nur als Beziehung ausbilden, wenn alle Beteiligten sich einander zuwenden. So formuliert es das spanische Autor*innenkollektiv Precarias a la Deriva:

„Wenn du einen Nachmittag mit einem Freund verbringst, diesem zuhörst, sorgst du für ihn? Sorgst du für dich? Sorgt ihr füreinander oder habt ihr einfach eine gute Zeit? Und wenn es eine gute Zeit ist, arbeitest du dann nicht? Die Sorge durchquert eher routinierte Aktivitäten, manchmal langweilige, manchmal unangenehme und manchmal sehr genussvolle. Sorge ist Transversalität.“ (Precarias a la Deriva 2017, 43)

Zugleich zeigt sich hier auch der ambivalente Charakter von ‚Sorge‘ als Kippfigur. Sobald sich eine Seite abwendet, wird Sorge entweder zu Sorgen (machen), unilinearem Versorgen oder führt zu Abhängigkeiten im negativen Sinne, zu Versicherheitlichung, Aneignung, Einhüllung, Isolierung, Vereinnahmung, Parasitismus oder sozialem Raubbau und letztlich sogar zu einer Gefährdung des Lebens.

Betrachtet man Sorge in dieser Art als Sorgebeziehung, dann richtet sie sich immer noch auf das Leben, Sorge bleibt damit immer ‚Sorge um das Leben‘. Ich möchte daher noch einen Schritt weiter gehen. Denn Sorge als Zuwendung ist in vielerlei Hinsicht nicht nur ideell, sondern materiell, kommunikativ, affektiv und in ständiger Veränderung begriffen. Über Sorgebeziehungen vernetzt und reproduziert sich Leben, es findet Widerhall und verändert sich. Daher könnten die Sorgebeziehungen nicht als außerhalb des Lebens stehend, sondern als wesentlicher, vitaler Bestandteil des Lebens selbst betrachtet werden. Erst in den vernetzenden Zuwendungen bleibt Leben vital und lebendig, bzw. erst darüber entwickelt es sich. Oder, um es mit Heike Delitz u. a. in Bezug auf den Soziologen Georg Simmel zu formulieren:

„‚Das Leben ist Mehr-Leben und Mehr-als-Leben‘ [...]; es ist eine ‚Bewegung‘, die ‚etwas‘ anderes (das Nicht-Leben) permanent ‚in sich hineinzieht‘; und es ist ständige ‚Neuerzeugung‘. Es transzendiert sich auch selbst, insofern der Tod dem Leben inhärent ist, und in ihm das Leben ‚über sich selbst‘ hinausschreitet.“ (Delitz u. a. 2018a, 16–17, Zitate aus Simmel 1999, 21, 234)

Solche Perspektiven, die sich als relationale Definitionen des Lebens verstehen, können als neo-vitalistisch bezeichnet werden (vgl. Delitz u. a. 2018b; Seyfert 2022). Sie bilden eine Art des Denkens, das sich von mechanistischen, essentialistischen Vorstellungen des Lebens im klassischen Vitalismus des 18. und 19. Jh. abwendet und auf die Fluidität und Potenzialität des Lebens fokussiert. Dies geht auf eine lange und durchaus auch problematische Geschichte des Vitalismus zurück, die sich im 20. Jh. verdichtete. In neuerer Zeit wurde der neo-vitalistische Diskurs vor allem durch Henri Bergson (2013 [1907]), aber auch Georg Simmel (1999 [1918]) geprägt. Die Weiterführung, Aktualisierung und Verbindung mit Ansätzen des Neuen Materialismus und Posthumanismus lässt sich mit Autor*innen wie Gilles Deleuze (1989 [1966]), Elizabeth Grosz (2004), Frédéric Worms (2013), Donna J. Haraway (2018) oder Jane Bennett (2020) verbinden, um nur einige wenige zu nennen.

Im Gegensatz zu ursprünglichen vitalistischen Sichtweisen, in denen die Trennung in organisches Leben und anorganische Materie vorausgesetzt wurde, setzt der Neovitalismus die Assoziationen, Einbettungen und Transformationen anorganischer und organischer Materie ins Zentrum. Damit kann Leben nicht mehr eindeutig und irreduzibel einer Entität oder Wesenheit zugeordnet werden, es stellt keine Essenz dar (vgl. Worms 2018, 325). Vielmehr ist es die metabolische und transformative Verflechtung und Vernetzung, sprich die Relationierung zwischen Entitäten, die sich eben erst aufgrund dieser Verflechtungen heraus- und fortbilden und dadurch selbst erhalten. Leben ist dann das relationale Miteinander dieser Selbsterhaltung, es findet also dazwischen und gemeinsam statt. Diese Selbsterhaltung ist zudem keine Autopoiese abgeschlossener Systeme mehr, sondern eine Symbiogenese (Haraway 2018). Perspektiven, die Leben lediglich auf biologische, chemische, physikalische, evolutionäre, natürliche oder soziale Aspekte reduzieren, sind damit nicht falsch, sondern Aspekte oder Modi des Lebens. Damit erscheint (menschliches) Leben „als Vielfalt nicht aufeinander rückführbarer Modi, materieller ebenso wie imaginärer und diskursiver“ (Delitz u. a. 2018a, 11).

Auch ‚Sorge‘ wird dadurch kein ‚am Leben halten‘, keine ‚Sorge um das Leben‘, kein ‚Zugriff auf das Leben‘, sondern eine Ermöglichungsperspektive, die das Leben als relationale Zuwendung bietet, sich selbst zu entwickeln. ‚Sorge‘ stellt selbst eine vitale Weltbeziehung dar, die Leben hervorbringt und entwickelt, indem sie Welten überhaupt erst schafft und integriert. Wenn sich jede Wesenheit, in den Worten Haraways, ihre eigene Welt schafft bzw. weltet (sie verwendet das Wort worlding; Haraway 2008; vgl. Stewart 2010; 2012), und dieses Welten wechselseitig ist, dann ist Sorge eine Form des Weltens, die als vitale Ökologie untersucht werden kann (s. Puig de la Bellacasa 2012; 2017; Bärtsch 2017). Zugleich bezieht sich Sorge dann nicht mehr nur anthropozentrisch auf die Sorge von Menschen auf Menschen, sondern stellt eine generelle Existenzweise von Weltbeziehungen dar, die als Figur des Lebens verstanden werden kann.

Warum hole ich so weit aus? Letztlich geht es mir darum, ‚Sorge‘ und ‚Leben‘ als zwei hochgradig offene, aber direkt aufeinander bezogene Begriffe für die Altertumswissenschaften neu auszuloten, ohne sie in direkte Wenn-Dann-Beziehungen zu setzen, sie zu rationalisieren oder in entkomplexisierter Form aus dem Heute auf die Vergangenheiten zu übertragen. Vielmehr denke ich, dass wir Sorgen um das Leben nicht in so direkter Form vereinfachen können. Wir kommen nicht umhin, komplexe Netze verstrickter Sorge-Beziehungen, ja ganzer Ökologien der Praxis der Sorge zu untersuchen. Letztlich gilt es m. E. Sorge als Leben zu betrachten und Instrumentalisierungen, Verkürzungen oder Stillstellungen im Sinne eines Funktionalismus als je historische Ausprägungen und Dispositionen zu betrachten, die es zu untersuchen gilt.

LITERATUR

Ahmed 2010
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Arendt 1994
Hannah Arendt, Viva activa oder Vom tätigen Leben 8(München 1994)

Barad 2012
Karen Barad, Agentieller Realismus. Über die Bedeutung materiell-diskursiver Praktiken (Berlin 2012)

Bärtsch u. a. 2017
Tobias Bärtsch – Daniel Drognitz – Sarah Eschenmoser – Michael Grieder – Adrian Hanselmann – Alexander Kamber – Anna-Pia Rauch – Gerald Raunig – Pascale Schreibmüller – Nadine Schrick – Marilyn Umurungi – Jana Vanecek (Hrsg.), Ökologien der Sorge (Wien 2017)

Bennett 2020
Jane Bennett, Lebhafte Materie (Berlin 2020) Bergson 2013 [1907] Henri Bergson, Schöpferische Evolution (Hamburg 2013 [1907])

Brandstetter und Peters 2002
Gabriele Brandstetter – Sibylle Peters, Einleitung, in: Gabriele Brandstetter – Sibylle Peters (Hrsg.), De figura. Rhetorik – Bewegung – Gestalt (München 2002) 7–30

Deleuze 1989 [1966] Gilles Deleuze, Henri Bergson zur Einführung (Hamburg (1989 [1966])

Delitz u. a. 2018a
Heike Delitz – Frithjof Nungesser – Robert Seyfert, Soziologien des Lebens. Einführung, in: Heike Delitz – Frithjof Nungesser – Robert Seyfert (Hrsg.), Soziologien des Lebens. Überschreitung – Differenzierung – Kritik (Bielefeld 2018) 7–31

Delitz u. a. 2018b Heike Delitz – Frithjof Nungesser – Robert Seyfert (Hrsg.), Soziologien des Lebens. Überschreitung – Differenzierung – Kritik (Bielefeld 2018)

Folkers – Opitz 2020
Andreas Folkers – Sven Opitz, Einleitung: Symbiose als Theoriefigur – Fünf Thesen, Zeitschrift für Theoretische Soziologie 9,2, 2020, 184–197

Grosz 2004
Elizabeth Grosz, The Nick of Time. Politics, Evolution, and the Untimely (Crows Nest 2004)

Haraway 2008
Donna J. Haraway, When Species Meet, Posthumanities 3 (Minneapolis 2008) Haraway 2018 Donna J. Haraway, Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän (Frankfurt a. M. 2018)

Lorey 2017
Isabell Lorey, Sorge im Präsens. Verbundenheit, Sorge, _Mit_, in: Tobias Bärtsch – Daniel Drognitz – Sarah Eschenmoser – Michael Grieder – Adrian Hanselmann – Alexander Kamber – Anna-Pia Rauch – Gerald Raunig – Pascale Schreibmüller – Nadine Schrick – Marilyn Umurungi – Jana Vanecek (Hrsg.), Ökologien der Sorge (Wien 2017) 113–122

Müller 2013
Ernst Müller, Denkfigur, in: Roland Borgards – Harald Neumeyer – Nicolas Pethes – Yvonne Wübben (Hrsg.), Literatur und Wissen. Ein interdisziplinäres Handbuch (Stuttgart 2013) 28–32

Powell u. a. 2017
Linda Powell – William Southwell-Wright – Rebecca Gowland (Hrsg.), Care in the Past. Archaeological and Interdisciplinary Perspectives (Oxford 2017)

Precarias a la Deriva 2017
Precarias a la Deriva, Globalisierte Sorge, in: Tobias Bärtsch – Daniel Drognitz – Sarah Eschenmoser – Michael Grieder – Adrian Hanselmann – Alexander Kamber – AnnaPia Rauch – Gerald Raunig – Pascale Schreibmüller – Nadine Schrick – Marilyn Umurungi – Jana Vanecek (Hrsg.), Ökologien der Sorge (Wien 2017) 25–96

Puig de la Bellacasa 2012
María Puig de la Bellacasa, ‘Nothing Comes without its World’: Thinking with Care, The Sociological Review 60,2, 2012, 197–216

Puig de la Bellacasa 2017
María Puig de la Bellacasa, Matters of Care. Speculative Ethics in More Than Human Worlds, Posthumanities 41 (Minneapolis 2017)

Reckwitz 2012
Andreas Reckwitz, Subjekt 3(Bielefeld 2012)

Schreiber 2018
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Seyfert 2019
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Seyfert 2022
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Simmel 1999 [1918] Georg Simmel, Lebensanschauung. Vier metaphysische Kapitel (1918), in: Otthein Rammstedt (Hrsg.), Georg Simmel, Gesamtausgabe Band 16 (Frankfurt a. M. 1999) 209–425

Southwell-Wright 2013
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Frédéric Worms, Für einen kritischen Vitalismus, in: Heike Delitz – Frithjof Nungesser – Robert Seyfert (Hrsg.), Soziologien des Lebens. Überschreitung – Differenzierung – Kritik (Bielefeld 2018) 325–339

ZITIERVORSCHLAG

Stefan Schreiber, ‚Sorge um das Leben‘ oder ‚Sorge als Leben‘? Neovitalistische Denkfiguren als Alternativen zu einer funktionalistischen Beziehung, in: Stefan Schreiber – Monika Zöller-Engelhardt (Hrsg.), Sorge(n) des Lebens: Herausforderungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus Sicht der Ancient Studies (Mainz 2022) 18–26. DOI: 10.25358/openscience8008

 

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